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    Empfehlungen für weitere Maßnahmen

    Grundsätzliche, ökonomische Herausforderungen bei der Erforschung und Anwendung innovativer Technologien im Gegensatz zu etablierten Industrien sind:

    • ein hoher Kapitalbedarf
    • ein hohes Forschungsrisiko
    • lange Entwicklungszeiten.

    Wenn man die Anzahl an Patenten, welche in den EU6-Staaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande und Spanien) zu Firmenausgründungen führten, als Vergleichsbasis für die Effizienz des Technologietransfers in diesen Ländern nimmt, weist diese Größe nach der Studie von P. Giuri et al. auf einen deutlich nachteiligen Status Deutschlands hin: Durchschnittlich führten in diesen sechs Staaten 5,1 Prozent der Patente zu Ausgründungen, in Deutschland waren es jedoch nur 2,7 Prozent, in Großbritannien und Spanien sogar fast 10 Prozent.

    Hinsichtlich der Situation in der Weißen Biotechnologie gehen trotz ihrer großen Relevanz mit zukünftig 39 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung in der industriellen Anwendung, zurzeit nur zwei Prozent der gesamten F&E-Investitionen der Biotech-Unternehmen der OECD-Länder in diesen Sektor (OECD, The Bioeconomy to 2030). Der Löwenanteil von 87 Prozent geht in den Gesundheitsbereich, und dies obwohl die OECD dafür im Jahr 2030 nur noch einen Anteil von 25 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung prognostiziert (siehe auch „Zukunftsperspektiven“). In Deutschland selbst ist die Lage sogar noch extremer: Von den gesamten F&E-Aufwendungen deutscher Unternehmen im Jahr 2010 (121,3 Milliarden Euro, siehe „Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft...“) wurden nur 0,84 Prozent (1,02 Milliarden Euro, biotechnologie.de) von Biotechnologie-Unternehmen getätigt (Rote Biotechnologie miteingeschlossen). In F&E-Projekte der Industriellen Biotechnologie haben die Unternehmen nur 59 Millionen Euro (entspricht 0,05 Prozent der gesamtdeutschen F&E-Aufwendungen) investiert.

    Die extreme Schieflage zwischen den geringen Investitionen in die Industrielle Biotechnologie und ihrem potenziell hohen Beitrag zum zukünftigen Gesamtwirtschaftswachstum spiegelt u. a. noch immer ungünstige politische Rahmenbedingungen wider.

    Ungünstige Rahmenbedingungen


    Verbesserungsvorschläge

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