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		<title>BioM WB: Nachrichten</title>
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			<title>BioM WB: Nachrichten</title>
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		<lastBuildDate>Mon, 05 Nov 2012 13:41:00 +0100</lastBuildDate>
		
		
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			<title>&quot;Ei am Stiel&quot;: Seidenproteine der Florfliege erstmals biotechnologisch hergestellt</title>
			<link>http://www.biom-wb.de/nachrichten/ei-am-stiel-seidenproteine-der-florfliege-erstmals-biotechnologisch-hergestellt.html</link>
			<description>Einem Bayreuther Forschungsteam gelingt die biomimetische Herstellung von Eierstielen – mit weitreichenden Anwendungsperspektiven für die Industrie</description>
			<content:encoded><![CDATA[Was am seidenen Faden hängt, ist vor Feinden sicher. Nach diesem  Prinzip schützen die Florfliegen ihren Nachwuchs, wenn sie ihre Eier an  selbst produzierten, hochgradig belastbaren Seidenfäden herabhängen  lassen. Diese Eierstiele künstlich nachzubauen, ist jetzt erstmals einem  Team um <link http://www.biom-wb.de/das-netzwerk/mitglieder-partner/universitaet-bayreuth-fakultaet-fuer-angewandte-naturwissenschaften-lehrstuhl-biomaterialien.html - external-link-new-window>Prof. Dr. Thomas Scheibel</link> und Dipl.-Biol. Felix Bauer an der  Universität Bayreuth gelungen. Die neuen Seidenfäden sind wie ihre  natürlichen Vorbilder außerordentlich zugfest und biegesteif: ein  hochattraktives Material für neue technologische Anwendungen. In der  Online-Ausgabe des Journals „Angewandte Chemie“ berichten die Bayreuther  Wissenschaftler über ihre Entwicklung, die zum Patent angemeldet wurde.
<strong>Hauchdünn und doch extrem belastbar: die Eierstiele der Florfliege </strong>
Die  Florfliegen sind eine in Mitteleuropa weitverbreitete Fliegenart, die  besonders durch ihre hellgrüne Farbe und ihre durchsichtigen länglichen  Flügel auffällt. Weil die aus den Eiern geschlüpften Larven sich von  Blattläusen ernähren, werden Florfliegen in der Landwirtschaft gezielt  zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Um einen Eierstiel zu  produzieren, sondert die Florfliege aus ihren Drüsen einen Tropfen  Spinnlösung ab, der fest an der Unterseite eines pflanzlichen Blattes  haften bleibt. Dann drückt sie ein Ei in diesen Tropfen und zieht das Ei  nach unten. So entsteht ein Seidenfaden, der innerhalb weniger Sekunden  aushärtet.
Die Eierstiele der Florfliege haben einen Durchmesser von nur 10  Mikrometern. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat einen fünfmal  größeren Durchmesser. Und dennoch erweisen sich die Eierstiele als  außerordentlich biegesteif. Denn wenn man die pflanzlichen Blätter, an  denen sie herabhängen, herumdreht, zeigen die Eierstiele weiterhin  senkrecht nach oben. Trotz des Gewichts der an ihrer Spitze befindlichen  Eier werden sie nicht gekrümmt oder zusammengepresst.
<strong>Natürlicher Bauplan, künstliche Herstellung: rekombinante Seidenproteine</strong>
Prof.  Dr. Thomas Scheibel, der an der Universität Bayreuth den Lehrstuhl für  Biomaterialien leitet, und sein Doktorand Felix Bauer konnten jetzt  erstmals im Labor Eierstiele aus Seidenproteinen nachbauen, die an das  natürliche Vorbild in vieler Hinsicht heranreichen. Der zentrale  Baustein der künstlich hergestellten Seidenproteine besteht aus 48  Aminosäuren und wiederholt sich achtmal, ähnlich den Gliedern einer  Kette. Genauso wie bei natürlichen Seidenproteinen befindet sich am  Anfang der Proteinkette eine aminoterminale Domäne und an deren Ende  eine carboxyterminale Domäne. Diese Endstücke steuern maßgeblich die  Eigenschaften der Seidenproteine.
Für die Herstellung der Seidenproteine haben Scheibel und Bauer ein  biotechnologisches Verfahren angewendet, das sie in ähnlicher Form schon  bei der Produktion von <link 103 - internal-link>Spinnenseidenproteinen</link> eingesetzt haben. Ein im  Labor synthetisiertes Gen wird in ein ringförmiges Stück DNA eingebaut  und in lebende E. coli-Bakterien eingeschleust. Durch Zugabe eines  speziellen Zuckers wird die Produktion der Seidenproteine angeregt. Die  auf diese Weise biotechnologisch hergestellten Seidenproteine werden  auch als rekombinante Seidenproteine bezeichnet.
<strong>Künstliche Eierstiele: ein extrem zugfestes und dehnbares Material</strong>
Die  aus den rekombinanten Seidenproteinen geformten Eierstiele erweisen  sich als außerordentlich belastbar. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 30%  sind sie genauso zugfest und dehnbar wie ihre natürlichen Vorbilder. Das  bedeutet: Es muss die gleiche Kraft wie bei natürlichen Eierstielen  aufgewendet werden, um die künstlichen Seidenfäden auseinanderzureißen.  Erst bei einer hohen Luftfeuchtigkeit um 70% ändert sich das Bild. Dann  sind die Eierstiele der Florfliege den Kopien aus dem Labor klar  überlegen: Sie lassen sich bis auf das Sechsfache ihrer ursprünglichen  Länge ausdehnen, ohne dabei zu reißen.
Die Bayreuther Wissenschaftler  arbeiten jedoch daran, die Belastbarkeit der künstlichen Eierstiele  auch bei höheren Luftfeuchten weiter zu steigern. Die Natur bleibt dabei  ein Vorbild. Denn die Eierstiele der Florfliegen verdanken ihre extreme  Dehnbarkeit und Zugfestigkeit vor allem ihrer inneren Struktur. Die  einzelnen Seidenproteine sind nämlich innerhalb des senkrechten  Eierstiels so angeordnet, dass ihre Längsachsen horizontal verlaufen;  also im rechten Winkel zur Faserachse des Eierstiels stehen. Daher  können sie wie die Falten einer Ziehharmonika auseinandergezogen werden,  ohne dass der Stiel zerreißt. Diese sogenannte „Cross-Beta-Struktur“  der Eierstiele wird von den rekombinanten Seidenproteinen bisher noch  nicht gebildet. „Aber wir sind zuversichtlich, dass es uns bald gelingen  wird, die Natur auch in dieser Hinsicht nachahmen zu können. Dann  werden unsere neuen Seidenfasern noch belastbarer, noch leistungsstärker  sein“, erklärt Scheibel.
<strong>Auf dem Weg zu technologischen Anwendungen</strong>
Bereits jetzt zeichnet sich ein breites Anwendungsfeld der künstlich  erzeugten Seidenproteine ab. Sie können nicht nur zu neuartigen Fasern,  sondern auch zu Beschichtungen, hauchdünnen Filmen oder winzigen Kapseln  weiterverarbeitet werden. In diesen Formen sind sie beispielsweise für  Anwendungen in der Kosmetik, Medizintechnik oder der pharmazeutischen  Industrie, aber auch in technischen Anwendungen der Kunststoffindustrie  von hohem Interesse.
Veröffentlichung:<br />Felix Bauer und Thomas Scheibel,<br />Artifizielle Eierstiele, hergestellt aus rekombinant produziertem Florfliegenseidenprotein,<br />in: Angewandte Chemie (2012), Article first published online: 16 May 2012,<br />DOI: 10.1002/ange.201200591
Ansprechpartner für weitere Informationen:<br />Prof. Dr. Thomas Scheibel<br />Lehrstuhl für Biomaterialien<br />Universität Bayreuth<br />D-95440 Bayreuth<br />Tel.: +49 (0) 921 55-7361<br />E-Mail: <link thomas.scheibel@bm.uni-bayreuth.de>thomas.scheibel(bei)bm.uni-bayreuth.de</link>
Quelle: Universität Bayreuth (Autor: Christian Wißler) ]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 18 May 2012 15:38:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mehr Besucher, mehr Aussteller, mehr Fläche: IFAT bricht alle Rekorde</title>
			<link>http://www.biom-wb.de/nachrichten/mehr-besucher-mehr-aussteller-mehr-flaeche-ifat-bricht-alle-rekorde.html</link>
			<description>Die IFAT Entsorga 2012 war die internationalste, größte und ausstellerreichste IFAT aller Zeiten. Die Besucherzahlen stehen dem in nichts nach und sorgen für einen weiteren Rekord.</description>
			<content:encoded><![CDATA[München – Nach den Bestmarken bei der Ausstellerzahl und der Fläche,  hat die IFAT 2012 mit rund 125 000 Besuchern (IFAT 2010: 109 589  Besucher) einen weiteren Rekord aufgestellt.
Von den 125 000  Besuchern kamen rund 75 000 aus dem Inland und gut 50 000 aus dem  Ausland. Die Top Ten Besucherländer waren neben Deutschland – in dieser  Reihenfolge – Österreich, Italien, Schweiz, Russland, die Niederlande,  Dänemark, Tschechien, Türkei, Polen und Spanien.
Insgesamt 2939  Aussteller aus 54 Ländern (2010: 2730 Aussteller aus 49 Nationen)  präsentierten sich auf 215 000 Quadratmetern (2010: 195 000  Quadratmeter).
    <strong>IFAT-Konferenzprogramm kommt an</strong>
Ein weiterer  Höhepunkt war erneut das Konferenzprogramm, wie die von tns infratest  durchgeführte Umfrage bestätigt: 97 Prozent der Besucher des  IFAT-Rahmenprogramms vergaben die Bewertung „gut“ bis „ausgezeichnet“.  Über 16 000 Teilnehmer nahmen an den rund 320 Vorträgen und Diskussionen  zu Top-Themen wie Mega Cities, Wasserwirtschaft, Phosphor-Recycling aus  Klärschlamm, Kreislaufwirtschaftsgesetz oder Waste-to-Energy teil.
<strong>IFAT steht für Internationalität, Qualität und Lösungen</strong>
91  Prozent der ausstellenden Unternehmen bewerteten den Leitmessecharakter  der wichtigsten Fachmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und  Rohstoffwirtschaft mit „gut“ bis „ausgezeichnet“.
Die nächste IFAT Entsorga findet vom 5. bis 9. Mai 2014 in München statt.
Quelle: PROCESS]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 18 May 2012 15:08:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Mittelständler investieren mehr in Spitzenforschung </title>
			<link>http://www.biom-wb.de/nachrichten/mittelstaendler-investieren-mehr-in-spitzenforschung.html</link>
			<description>Die Förderinitiative KMU-innovativ trifft den Bedarf von kleinen und mittleren Unternehmen, belegt die Evaluation. Vor allem Firmen mit wenig Fördererfahrung profitieren. </description>
			<content:encoded><![CDATA[                     Die Förderinitiative KMU-innovativ des  Bundesministeriums für Bildung und Forschung stärkt als Teil der  Hightech-Strategie die Spitzenforschung im Mittelstand. Die beteiligten  kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) haben ihre Investitionen in  Forschung und Entwicklung (FuE) weit über den Umfang der erhaltenen  Förderung hinaus selbstständig ausgebaut: Für jeden Euro Fördermittel  investierten sie zusätzlich 1,5 Euro in FuE. Das belegt die Evaluation  durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, die jetzt  abgeschlossen wurde. Sie bestätigt damit erneut die im aktuellen  Gutachten 2012 der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)  ausgewiesenen deutlichen Anreizeffekte staatlicher Förderung für die  FuE-Investitionsentscheidungen der Unternehmen.                   
                     &quot;Mit KMU-innovativ haben wir eine Lücke im  Förderangebot für kleine und mittlere Unternehmen geschlossen. Wir  konnten damit insbesondere forschungsintensive und dynamische KMU, die  bisher noch wenig Fördererfahrung hatten, erreichen&quot;, sagte  Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen bei der Übergabe des  Abschlussberichts. &quot;Mit den zusätzlichen Forschungs- und  Entwicklungsinvestitionen greifen die beteiligten KMU laut Evaluation  neue Themen auf. Einige haben sich sogar bereits in anspruchsvollen  Verbundvorhaben der Fach- und Querschnittprogramme des BMBF engagiert.  Hier haben wir erfolgreich Türen geöffnet&quot;, so Quennet-Thielen weiter.                   
                     Seit dem Start der Förderinitiative KMU-innovativ im  September 2007 sind bis heute fast 4.500 Skizzen eingereicht worden.  Die bisher bewilligte Fördermittelsumme beträgt rund 480 Mio. Euro für  über 700 Einzel- und Verbundprojekte mit etwa 1.200 beteiligten KMU.  Wesentlich für die hohe Inanspruchnahme der Maßnahme sind die einfachen,  einheitlichen Antragsbedingungen und Abläufe, halbjährliche  Bewertungsrunden, ein eigens eingerichteter &quot;Lotsendienst&quot; sowie die  Themenoffenheit innerhalb der beteiligten Technologiefelder.  Quennet-Thielen: &quot;Gerade damit erreichen wir kleine und mittlere  Unternehmen, trotz ihrer knappen personellen und finanziellen  Ressourcen. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen  Innovationssystems.&quot;                   
                     Die Bundesregierung hat die Innovationsförderung im  Mittelstand kontinuierlich ausgeweitet: Über 1,2 Milliarden Euro  betrugen die Ausgaben des Bundes für Forschung und Innovation zugunsten  von KMU im letzten Jahr. Seitens des BMBF geht mehr als die Hälfte der  Fördermittel für Forschung und Entwicklung in Unternehmen aktuell direkt  an KMU. Die Förderinitiative KMU-innovativ trägt dazu erheblich bei.                   
                     Anträge für KMU-innovativ können in den Feldern  Biotechnologie, Forschung für die zivile Sicherheit, Informations- und  Kommunikationstechnologien, Medizintechnik, Nanotechnologie,  Photonik/Optische Technologien, Produktionstechnologie, Technologien für  Ressourcen und Energieeffizienz gestellt werden.
Weitere Informationen unter: <link http://www.kmu-innovativ.de/>www.kmu-innovativ.de</link>.
Quelle: BMBF]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 18 May 2012 14:42:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="http://www.biom-wb.de/uploads/media/ZEW_-_KMU-innovativ2012.pdf" length ="706070" type="application/pdf" />
		</item>
		
		<item>
			<title>Ein Plädoyer für Biokraftstoffe</title>
			<link>http://www.biom-wb.de/nachrichten/ein-plaedoyer-fuer-biokraftstoffe.html</link>
			<description>Bioenergie-Region Straubing-Bogen unterzeichnet Brief an Bundeskanzlerin</description>
			<content:encoded><![CDATA[Straubing-Bogen ist eine der 25 vom Bundesministerium für Ernährung,  Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgezeichneten deutschen  Bioenergie-Regionen. Nach zwei Jahren intensiver Netzwerkarbeit zogen  die Akteure und Betroffenen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft in  Straubing Bilanz.
Ziel der Bioenergie-Region Straubing-Bogen  ist es, möglichst viele Projekte zur Reduktion von  Treibhausgasemissionen anzustoßen. Während dies in den Bereichen Strom  und Wärme aus erneuerbaren Energien sehr gut gelingt, sind jedoch kaum  Erfolge bei der Einführung von Biokraftstoffen in den Markt zu  verzeichnen. Biokraftstoffproduzenten stellten den Betrieb ein, viele  Tankstellen schlossen. Fahrzeuge in öffentlichen Fuhrparks werden wieder  mit fossilem Benzin und Diesel betrieben, und neue Fahrzeuge werden  erst gar nicht mehr biokraftstofftauglich beschafft. Viele Chancen bei  der Entwicklung des ländlichen Raums, bei der Schaffung von  Arbeitsplätzen, bei der Ressourcenschonung, bei der  Treibhausgas-Einsparung und nicht zuletzt auch beim Boden- und  Gewässerschutz bleiben ungenutzt.
Als Ursache wurden diverse  Hemmnisse für den Einsatz insbesondere von reinen Biokraftstoffen  aufgezeigt, die bei der Realisierung von geplanten Projekten in der  Bioenergie-Region Straubing-Bogen offensichtlich wurden. Deshalb sieht  es die Bioenergie-Region als ihre Pflicht an, die Bundesregierung auf  die Defizite aufmerksam zu machen. Die Bundesregierung wird deshalb  ersucht, sich klar zur Nutzung von Biokraftstoffen zu bekennen und durch  entsprechende Anreize und ordnungspolitische Maßnahmen langfristig  günstige Rahmenbedingungen zu schaffen. Konkret sind die künftigen  Anreize für den Einsatz von reinem Biodiesel und Rapsölkraftstoff ab  2013 sowie Bioethanol und Biomethan ab 2016 zu klären, wenn die  steuerliche Begünstigung dieser Kraftstoffe endet. 
Als  Ergebnis des Netzwerktreffens wurde von den Akteuren und Betroffenen der  Bioenergie-Region Straubing-Bogen ein gemeinsamer Brief an  Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sowie an die Bundesminister der  Ressorts Landwirtschaft, Verkehr, Umwelt, Finanzen und Wirtschaft sowie  an die Vorsitzenden der entsprechenden Ausschüsse im Deutschen Bundestag  unterzeichnet. Bioreinkraftstoffe müssen ihren Beitrag zu  CO2-Einsparungen im Rahmen der <link 80 - internal-link>ambitionierten Forderungen des  Richtlinien- und Zielpaketes für Klimaschutz und Energie</link> der  Europäischen Union leisten. Hierin wurde von der EU und Deutschland  festgelegt, dass bis 2020 zehn Prozent aller Kraftstoffe im  EU-Verkehrssektor aus erneuerbaren Energien gewonnen und eine  sieben-prozentige Senkung der Treibhausgasemissionen durch Einsatz von  Biokraftstoffen erzielt werden muss. Nur mit Beimischung von  Biokraftstoffen werden dieses Ziel und künftige Ziele nicht erreichbar  sein. Daneben sind die geschlossenen Stoffkreisläufe, die Sicherung von  Arbeitsplätzen und die gesteigerte Wertschöpfung von unschätzbarem  Nutzen für die Region.
Quelle: Plattlinger Anzeiger]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 18 May 2012 12:33:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Wie Gründer an Geld kommen</title>
			<link>http://www.biom-wb.de/nachrichten/wie-gruender-an-geld-kommen.html</link>
			<description>Geld her! Junge Unternehmen brauchen erst einmal ein Finanzpolster, um durchstarten zu können. Möglichkeiten gibt es viele, ob Business Angel, Private Equity oder Crowdfunding. Der Überblick zeigt, wie Gründer an das Risikokapital privater Geldgeber kommen - und worauf sie dabei achten müssen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Einen seiner ersten Geldgeber traf Nils Mahler im Treppenhaus. Er  brachte gerade den Müll runter, als er seinem Nachbarn Dennis von  Ferenczy begegnete. Der ist selbst Unternehmer, hat den  Online-Eventmanager Amiando mit aufgebaut. Und so fragte Mahler ihn  spontan um Rat. Die beiden trafen sich zum Bier und sprachen über die  Gründungsidee von Nils Mahler und seinem Freund Timo Müller: Lingoking. Eine Online-Plattform, die Dolmetscher und Übersetzungsbedürftige innerhalb von Sekunden und per Telefon zusammenbringt.
Der Gründer und sein Nachbar grübelten auch über Geldquellen, und  irgendwann sagte Ferenczy: &quot;Hey, vielleicht investieren einfach wir in  euch!&quot; Rund vier Monate später hatte Lingoking 80.000 Euro von ihm und  zwei anderen Geldgebern auf dem Konto. Und wenig später konnte das  Portal online gehen.
Nicht jeder hat einen spendablen und erfahrenen Finanzier zufällig  bei sich im Haus. Für die meisten Gründer ist es die größte Hürde, in  der Frühphase an Geld zu kommen. Wenn die staatlichen  Fördermöglichkeiten ausgeschöpft sind oder nicht passen, müssen private  Kapitalgeber her.
Am leichtesten haben es diejenigen, die sich mit einem bewährten  Geschäftskonzept selbständig machen wollen, etwa mit einer  Krankengymnastik-Praxis. Wer zusätzlich Sicherheiten vorweisen kann, der  bekommt in den meisten Fällen einen Kredit von seiner Bank. Ungleich  schwerer haben es diejenigen mit wirklich neuen Ideen.
Denn: &quot;Was die Banken nicht verstehen und kalkulieren können, das  finanzieren sie nicht&quot;, sagt Klaus Nathusius, der als Dozent für  Unternehmensgründung und Frühfinanzierung an mehreren deutschen Unis  lehrt und selbst etliche Unternehmen mitgegründet hat. &quot;Für innovative  Gründer sind die Wege weiter lang und steinig&quot;, sagt Nathusius. Er  selbst war einer der ersten in Deutschland, der sich um die Finanzierung  dieser Gründer kümmerte, als er Ende der siebziger Jahre die  Kapitalbeteiligungsgesellschaft GENES gründete.
Nicht ohne Grund heißt Kapital für innovative Gründer auch  Risikokapital: Wenn die Idee scheitert, ist das investierte Geld weg. Um  an Risikokapital zu kommen, gibt es vor allem drei Wege: Business  Angel, Venture Capital und neuerdings Crowdfunding.
Ein Business Angel ist vor allem für Gründer interessant, die noch  nicht viel mehr als eine Idee oder einen Prototyp haben. &quot;Engel&quot; heißen  sie, weil sie aus dem Hintergrund helfen und sich kümmern - zum einen  mit Geld (erster Flügel), zum anderen mit Erfahrung und Kontakten  (zweiter Flügel).
 <strong>Wie man ein Engel wird</strong> 
Meist haben sie vorher selbst ein Unternehmen gegründet oder  gemanagt, und kennen sich deshalb gut aus. Lingoking-Geldgeber Dennis  von Ferenczy ist ein typischer Business Angel. &quot;Der hat uns am Anfang  ganz schön den Kopf gewaschen&quot;, erinnert sich Mitgründer Timo Müller.  Ferenczy überzeugte die Jungunternehmer, nicht nur 30.000 Euro, sondern  gleich 80.000 Euro Kapital aufzunehmen, weil er wusste, wie schnell das  Geld wieder verbraucht sein würde. 
Business Angels sind meist selbst leidenschaftliche Unternehmer, &quot;die  deshalb alles dafür tun werden, dass der Start glückt&quot;, sagt Nathusius.  Sie sind im Idealfall Verbündete der Gründer und kennen auch den Markt  und die Branche bereits gut.
Für ihr Kapital und ihre Tipps bekommen die Engel  Unternehmensanteile, um so später von Gewinnen oder Verkäufen  profitieren zu können. Das Ringen darum, wie groß diese Anteile sind,  ist wohl die größte Herausforderung für die Gründer. Denn dafür müssen  beide Seiten sich darüber einigen, wie viel das junge Unternehmen  eigentlich wert ist.
Außerdem wollen Miteigentümer auch mitreden, die Gründer können nicht  mehr einfach machen, was sie wollen. Bevor man so ein enges Verhältnis  eingeht, sollte man sich gut über den Partner informieren und sich auch  bei der Vertragsausarbeitung juristische Beratung holen.
Zirka 3000 bis 5000 Business Angels gibt es in Deutschland. Viele von  ihnen sind im &quot;Business Angel Netzwerk Deutschland&quot; (BAND)  zusammengeschlossen, das suchenden Gründern auch hilft, passende  Geldgeber zu finden. Das BAND warnt auch vor Teufeln der Branche, den  &quot;Business Devils&quot;. &quot;Die versprechen viel und halten wenig und geben kaum  Auskünfte über sich selbst&quot;, sagt Nathusius. Um ihnen zu entgehen und  die für sich passenden Engel zu finden, braucht es Zeit: &quot;Nehmen Sie an  Businessplan-Wettbewerben teil, gehen Sie zu Branchentreffen, knüpfen  Sie Kontakte&quot;, rät der Finanzierungsexperte.
Die meisten &quot;Engel&quot; vergeben eher kleine Summen, einige zehntausend  Euro meist. Wer mehr will, muss eine Liga weiter oben anklopfen. Venture  Capital (Risikokapital) wird von Fonds (&quot;Venture Capitalists&quot;, kurz:  VCs) vergeben, die damit das Geld ihrer risikofreudigen Anleger  vermehren wollen. &quot;Die VCs steigen meist erst bei Millionenbeträgen  ein&quot;, erklärt Experte Nathusius. Deshalb sind sie vor allem für  Jungunternehmer interessant, die die ersten Schritte in den Markt schon  hinter sich haben und nun richtig groß werden wollen.
 <strong>Frisches Geld von der Heuschrecke</strong> 
Ähnlich wie bei den Business Angels gilt Deutschland auch in Sachen  Venture Capital noch als Entwicklungsland. Nur wenige Fonds können  richtig große Summen stemmen. Laut Statistik des Bundesverbands  deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften sammelten die Fonds 2011 für  Start-ups knapp 600 Millionen Euro ein.
Zum Vergleich: In den USA waren es 2010 mehr als zwölf Milliarden  Dollar (9,3 Mrd. Euro), zu Zeiten des New-Economy-Booms im Jahr 2000  sogar 104,7 Milliarden Dollar (80,4 Mrd. Euro). Experten sprechen  deshalb seit Jahren von einer &quot;Finanzierungslücke&quot; in Deutschland, und  Nathusius klingt ein wenig resigniert, wenn er sagt: &quot;Wir Deutschen sind  nun mal ein risikoaverses Volk.&quot;
Die Risikokapital-Fonds müssen möglichst hohe Renditen erzielen, und  ihre Manager werden daran gemessen, wie geschickt und effektiv sie das  Risikokapital einsetzen. Geht es bei den Business Angels neben dem Geld  um die persönliche Bindung, zielen die VCs ausschließlich auf Rendite  ab. Auch deshalb haftet der Branche immer noch der Spitzname  &quot;Heuschrecken&quot; an, den ihnen Ex-SPD-Parteichef Franz Müntefering einst  verpasst hatte. Ohne Verhandlungsgeschick und juristische Beratung  sollte kein Gründer einen Deal mit ihnen eingehen, rät Experte  Nathusius.
 <strong>Wir gründen, der Schwarm zahlt</strong> 
Vergleichsweise jung ist dagegen das Konzept des Crowdfunding  (Schwarmfinanzierung). Diese Finanzierungsform kommt aus den USA; die  Internet-Plattform Kickstarter hat sie groß gemacht, insbesondere für Kultur- und Medienprojekte.
Seit einigen Monaten aber bieten sich auch für Gründer in Deutschland  ähnliche Finanzierungschancen. Das Prinzip: Über Websites wie Seedmatch oder Innovestment  können die Gründer sich und ihr Geschäftskonzept vorstellen, und Nutzer  können dann Unternehmensanteile kaufen, wenn ihnen die Idee gefällt.  Schon ab 250 Euro sind Investoren dabei. 
Auf diesem Weg haben auch die Gründer von Lingoking weitere 100.000  Euro eingetrieben, als das Geld ihrer Business Angels zur Neige ging -  innerhalb von wenigen Stunden. &quot;Das war unglaublich, wie schnell das  ging&quot;, sagt Timo Müller. 142 Kleinanleger halten seitdem Anteile an  Lingoking, frühestens Ende 2015 müssen sie ausbezahlt werden.
Das Gute aus Unternehmersicht: Die Schwarmfinanzierer reden nicht  rein, weil sie nur stille Teilhaber sind, also kein Stimmrecht haben.  Stattdessen helfen sie mit Tipps und Kontakten weiter, und oft sind sie  die ersten und besten Kunden der Gründer. 
Mittlerweile 16 Startups haben in Deutschland schon erfolgreich  solche Crowdfunding-Plattformen genutzt. Die gesamte Branche beobachtet  zurzeit gespannt, ob das Geld des &quot;Schwarms&quot; helfen kann, damit  risikofreudige Gründer wie das Lingoking-Team langfristig Erfolg haben.
Quelle: Spiegel Online/manager magazin (Autor: Lenz Jacobsen)]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 18 May 2012 11:29:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Biokunststoffe: Nova-Institut präsentiert Branchenverzeichnis</title>
			<link>http://www.biom-wb.de/nachrichten/biokunststoffe-nova-institut-praesentiert-branchenverzeichnis.html</link>
			<description>Das nova-Institut (Hürth) hat die zweite Auflage seines  „Internationalen Branchenführers für innovative bio-basierte Kunststoffe  und Verbundwerkstoffe&quot; (iBIB2012/13) vorgestellt. Das internationale  Verzeichnis von Lieferanten bio-basierter Kunststoffe, Verbundstoffe,  Zwischenprodukte und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das nova-Institut (Hürth) hat die zweite Auflage seines  „Internationalen Branchenführers für innovative bio-basierte Kunststoffe  und Verbundwerkstoffe&quot; (iBIB2012/13) vorgestellt. Das internationale  Verzeichnis von Lieferanten bio-basierter Kunststoffe, Verbundstoffe,  Zwischenprodukte und grüner Additive wird weltweit an mehr als 50.000  potenzielle Kunden über das Netzwerk des nova-Instituts verteilt. Der  Branchenführer ist als Buch, PDF-Datei, Online-Datenbank und zum ersten  Mal auch als eBook und App verfügbar.
Die aktuelle Ausgabe präsentiert 80 Hersteller von Anwendungen auf  biologischer Basis sowie Verbände, Agenturen, Ingenieur- und  Forschungsinstitute aus 19 Ländern und sechs Kontinenten. Insgesamt  stieg die Anzahl der Einträge um 15 Prozent im Vergleich zur Ausgabe des  Vorjahres.
Die pdf-Datei finden Sie im Anhang zu dieser Nachricht.
Quelle: KunststoffWeb GmbH]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 18 May 2012 10:55:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="http://www.biom-wb.de/uploads/media/iBIB2011_nova_institut.pdf" length ="7535674" type="application/pdf" />
		</item>
		
		<item>
			<title>DBFZ-Review zu möglichen Biokraftstoffoptionen aus Mikroalgen veröffentlicht</title>
			<link>http://www.biom-wb.de/nachrichten/dbfz-review-zu-moeglichen-biokraftstoffoptionen-aus-mikroalgen-veroeffentlicht.html</link>
			<description>Die Produktion von Biokraftstoff aus Mikroalgen zählt zu einer der vielversprechenden Optionen der zukünftigen Kraftstoffproduktion, welche sich gerade in letzter Zeit erhöhter Aufmerksamkeit erfreut. In einem jetzt veröffentlichten Fachartikel der Zeitschrift &quot;Biofuels&quot; resümieren Wissenschaftler...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Artikel geht auf die verschiedenen möglichen Herstellungsverfahren  der Biotreibstoffproduktion aus Algen ein. Er zeigt welche energetischen  Nutzungspfade praktikabel für die Nutzung von Mikroalgen in der Zukunft  erscheinen. Insgesamt wird festgestellt, dass es ohne Anpassung der  gesamten Prozesskette von der Algenproduktion bis zur Verarbeitung nicht  möglich sein wird, Biokraftstoffe aus Algen dauerhaft im Markt zu  etablieren. Parallel zur Entwicklung des Produktionsprozesses von Algen  müssen auch die entsprechenden nachgelagerten Prozesse, wie die  Produktion von Biokraftstoff, mitentwickelt werden. Dabei muss nicht  alles von Grund auf neu erfunden werden. So existieren im Bereich der  Biokraftstoffe bereits zahlreiche Prozesse auf dem Markt oder befinden  sich in Entwicklung. Jeder dieser Prozesse hat Vor- und Nachteile in  Bezug auf den Einsatz von Mikroalgen. Durch eine Anpassung an vorhandene  Gegebenheiten und die sinnvolle Verknüpfung von Teilprozessen können  aber effiziente Algen-Biokraftstoff-Produktionsstrecken umgesetzt und am  Markt etabliert werden. Neben den technischen Problemen in der  Umsetzung müssen dabei auch noch bestehende wirtschaftliche Zwänge (z.  B. noch zu hohe Kosten) überwunden werden. Offene Fragen bezüglich  Umweltschutz und Treibhausgasbilanz sind zu klären.<br /> <br /> <strong>Zukunftsperspektiven</strong><br /> <br /> Nach Einschätzung der Autoren werden die Versuche, Biokraftstoffe aus  Algen zu produzieren, in den kommenden Jahren aus zwei verschiedenen  Richtungen kommen. Die erste wird sich vorrangig an Biokraftstoff als  Endprodukt mit spezifischen Eigenschaften (z. B. Flugbenzin, <link http://www.biom-wb.de/nachrichten/aireg-und-lufthansa-berichten-ueber-die-zukunft-alternativer-flugkraftstoffe.html - external-link-new-window>mehr...</link>)  orientieren. Hierbei werden vor allem die Herstellungskosten von  entscheidender Bedeutung sein. Die zweite Richtung wird von der Quelle,  der Biomasse, ausgehen. Algen werden für bestimmte Zwecke produziert,  oder fallen in einem Prozess an (z. B. Wasser-, CO2-Sequestrierung und  Abwasserbehandlung, <link http://www.biom-wb.de/nachrichten/vom-treibhausgas-zum-wertstoff-nutzung-von-co2-die-biologische-perspektive.html - external-link-new-window>mehr...</link>). Hauptziel ist nicht, eine bestimmte Art von Algen  mit sehr speziellen Eigenschaften zu produzieren. Nichtsdestotrotz kann  auch diese Biomasse mit den richtigen Verfahren für eine energetische  Anwendung genutzt werden.
Der vollständige Artikel ist in englischer Sprache als pdf-Datei im Anhang verfügbar, bzw. online unter: <link http://www.future-science.com/doi/full/10.4155/bfs.12.14>http://www.future-science.com/doi/full/10.4155/bfs.12.14</link>
Quelle: idw]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 17:25:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="http://www.biom-wb.de/uploads/media/Biofuels_-_Review_on_possible_algal-biofuel_production_processes.pdf" length ="1620711" type="application/pdf" />
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			<title>Bakterienwerkzeuge zum Algenabbau nachgewiesen</title>
			<link>http://www.biom-wb.de/nachrichten/bakterienwerkzeuge-zum-algenabbau-nachgewiesen.html</link>
			<description>Mit neuen molekularbiologischen Untersuchungsmethoden konnten Wissenschaftler aus Greifswald und Bremen erstmals komplexe mikrobielle Vorgänge im marinen Lebensraum nachweisen und genauestens charakterisieren. Koordiniert durch Prof. Dr. Rudolf Amann vom Max-Plank-Institut für Marine Mikrobiologie...</description>
			<content:encoded><![CDATA[In der freien Natur konkurriert eine Vielzahl von Mikroorganismen um  begrenzt zur Verfügung stehende Nährstoffe. Die genaue Funktion vieler  dieser Organismen, das heißt die Rolle, die sie in ihren jeweiligen  Lebensräumen spielen, sowie ihre Beziehungen zu anderen Organismen im  Ökosystem liegen jedoch noch völlig im Dunkeln. Das ist vor allem darauf  zurückzuführen, dass die Mehrheit der in der Natur - ob im Meer (marin)  oder auf dem Land (terrestrisch) - vorkommenden Bakterien nicht einfach  im Labor kultiviert und untersucht werden kann. <br /> <br /> Den Wissenschaftlern aus Greifswald und Bremen gelang es nun, am  Beispiel einer Frühjahrs-Algenblüte vor Helgoland in der Nordsee einen  direkten Blick auf die im Wasser vorkommenden Mikroorganismen und ihre  Funktionen zu erlangen. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass sich die  Zusammensetzung der Bakterienpopulation in der Wassersäule als Reaktion  auf eine Algenblüte über einen längeren Zeitraum schrittweise  aufgabenspezifisch verändert. Dadurch konnten wichtige Bakteriengruppen,  die an der Zersetzung der von Algen produzierten Substanzen beteiligt  sind, bestimmt und für den Abbau entscheidende Enzymfunktionen  identifiziert werden.<br /> <br /> Zunächst nutzten die Bremer Arbeitsgruppen hoch auflösende Techniken, um  die mikrobielle Vielfalt und wesentliche Teile der Genomsequenzen der  in der Wasserprobe vorhandenen Bakterien zu erfassen. So konnte ein  Überblick über die mikrobielle Zusammensetzung der Proben gewonnen  werden. Die Greifswalder Arbeitsgruppen nutzten anschließend sogenannte  Metaproteomanalysen, um entscheidende Enzyme und  Nährstoff-transportierende Proteine in den komplexen Zellgemischen der  marinen Umweltproben zu identifizieren.<br /> <br /> Diese genaue Zuordnung wurde möglich durch ultrasensitive  massenspektrometrische Analysen im Labor von Privatdozentin Dr. Dörte  Becher aus dem Arbeitskreis von Prof. Dr. Michael Hecker an der  Universität Greifswald. Dadurch gelang ein detaillierter Einblick in die  Enzymatik und die Stoffaufnahme beim Abbau von Algenbiomasse, den  bisher größtenteils unbekannte marine Bakterien katalysieren.<br /> <br /> Von der Metaproteomforschung wird in Zukunft ein besseres Verständnis  der in der Natur vorkommenden Vielzahl an unbekannten Proteinfunktionen   erwartet. Das schließt nicht nur die Untersuchung mariner und  terrestrischer Mikroorganismen ein, sondern betrifft auch die  Untersuchung des menschlichen Mikrobioms, also jener Mikroorganismen,  die zum Beispiel in großer Zahl den Magen-Darm-Trakt des Menschen  besiedeln. Entsprechende Analysen haben in den Greifswalder  Arbeitsgruppen in Kooperation mit Kollegen der Universität Tel Aviv in  Israel bereits begonnen.<br /> <strong><br /> Originalarbeit:</strong><br /> Substrate-controlled succession of marine bacterioplankton populations  induced by a phytoplankton blom, 2012. H. Teeling, B. M. Fuchs, D.  Becher, C. Klockow, A. Gardebrecht, C. M. Bennke, M. Kassabgy, S. Huang,  A. J. Mann, J. Waldmann, M. Weber, A. Klindworth, A. Otto, J. Lange, J.  Bernhardt, C. Reinsch, M. Hecker, J. Peplies, F. D. Bockelmann, U.  Callies, G. Gerdts, A. Wichels, K. H. Wiltshire, F. O. Glöckner, T.  Schweder, and R. Amann. Science, advanced online publication<br /> <br /> <strong>Beteiligte Institute</strong>:<br /> Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, Bremen<br /> Institut für Marine Biotechnologie e.V., Greifswald<br /> Jacobs University Bremen, Bremen<br />  Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Biologische Anstalt Helgoland, Helgoland <br /> Institut für Mikrobiologie, Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald<br /> Pharmazeutische Biotechnologie, Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald<br /> DECODON GmbH, Greifswald <br /> Ribocon GmbH, Bremen<br /> Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Zentrum für Materialforschung und Küstenforschung, Geesthacht
Quelle: bionity.com/idw]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 14:35:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Biotech-Kosmetik salonfähig machen</title>
			<link>http://www.biom-wb.de/nachrichten/biotech-kosmetik-salonfaehig-machen.html</link>
			<description>Mit dem Slogan „Inspiriert von der Genforschung“ wirbt ein bekannter Kosmetikkonzern für die eigenen Produkte. Viele Forscher belächeln den wachsweichen Slogan als puren Marketinggag. Mit der Brain AG macht sich jetzt ein Biotechnologie-Unternehmen auf, Wissenschaft in die teuren Flakons zu bringen.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Den Schritt in das Neuland hat&nbsp;die Firma&nbsp;gut vorbereitet.  Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich das Biotechnologie-Unternehmen  im hessischen&nbsp;Zwingenberg ein Portfolio an Kosmetik-Unternehmen  zugelegt. Nach dem Kauf der Mehrheit an der Monteil Cosmetics  International GmbH ist die Wertschöpfungskette nun vollständig. „Wir  haben nun Zugriff auf den gesamten Prozess – vom ersten Experiment im  Labor bis hin zum Markenprodukt im Regal“, sagt Vorstandschef Holger  Zinke.
Jüngster Coup ist die bar bezahlte Beteiligung an  Monteil, die das Unternehmen Ende Februar dieses Jahres verkündete.  „Monteil ist ein Rohdiamant“, schwärmt Zinke. Zusammen mit dem  Verkäufer, der Wilde-Gruppe in Oestrich-Winkel, bildet Brain nun ein  Joint-Venture mit klar verteilten Rollen. „Unser Partner bringt die  wissenschaftliche Kompetenz mit, wir haben das Marketing Know-how“,  analysiert Michael Kalow, Geschäftsführer von Wilde. Die Zeiten der  „Chi-chi-Kosmetik“ seien vorüber. Die Industrie habe sich in den  vergangenen Jahrzehnten mit echten Neuigkeiten schwergetan, so Kalow  weiter.
<strong>Kosmetikprodukte auf dem neuesten Stand</strong>
Noch heute enthielten Cremes als aktive Komponenten etwa Folsäure oder den Cofaktor  Q10. „Die wurden aber bereits in den 30er beziehungsweise den 50er  Jahren sozusagen erfunden. Der heutige Stand der Wissenschaft schlägt  sich in Kosmetik-Produkten nicht nieder“, so Zinke. Die Chance für  Brain. „Unser Partner hat den molekularen Prozess der Hautalterung  verstanden“, sagt Kalow. So enthalten die Cremes peptidische Wirkstoffe,  produziert in den Brain-eigenen Anlagen, die vor zwei Jahren aufgebaut  wurden. In den Cremes findet sich unter anderem ein TRPV1-Inhibitor made  in Zwingenberg. Er blockiert den Hitze-Capsaicin-Rezeptor, der unter  anderem für Hautrötungen verantwortlich ist. So sollen Hautirritationen  unterdrückt werden. Das hat Brain bei einem Dienstleister klinisch  prüfen lassen. Das wissenschaftliche Phänomen ist seit einiger Zeit  bekannt. Die wahre Kunst steckt in der Formulierung der Creme.  Biomoleküle sind sehr empfindlich. Wärme oder schädliche  Umweltbedingungen wie etwa ein sich ändernder pH-Wert können sie nutzlos machen. „Es ist nicht trivial, Enzyme in einer Creme stabil zu halten“, bestätigt Zinke. Die Proteine  müssten über Jahre in der Formulierung unverändert bleiben und „beim  Auftragen auf die Haut natürlich auch wieder freigesetzt werden“, so der  CEO. Hier habe Brain nun „einige&nbsp;Hundert Wissenschaftlerjahre  Vorsprung“ gegenüber der Konkurrenz. Die Hessen haben in den vergangenen  Jahren immer wieder neue Kosmetik-Formulierungen ausprobiert. 150  Geschäftspartner, Freunde des Unternehmens und Investoren dienten als  „Versuchspersonen“. Das Echo, so ist zu hören, sei positiv gewesen.  Brain war zu weiteren Schritten ermutigt.
<strong>Vom Aufbau einer Marke</strong>
Viel  mehr als die Wissenschaft zählt in der Kosmetikbranche aber der schöne  Schein, also eine strahlende Marke. Deren Aufbau dauert Jahre und kostet  Millionen an Werbegeldern. Brain griff zu einem Trick und entschloss  sich zum Einstieg bei Monteil. Zinke hat Hochachtung vor der Marke und  ihrer Gründerin. 1898 in Paris geboren, emigrierte sie als  Zwanzigjährige in die USA und machte dort Karriere als Modedesignerin &nbsp;–  Coco Chanel lässt grüßen. Die Französin gründete 1936 mit ihrem Mann,  einem Chemiker, die Kosmetikfirma Germaine Monteil Cosmetiques Corp. in  New York. Bis in die 70er Jahre hinein war die Marke eine der großen in  den USA mit einem Umsatz von 100 Millionen US-Dollar. „In heutige  Kaufkraft umgerechnet, entspricht das etwa einer halben Milliarde  Euro“, rechnet der CEO vor. Das Unternehmen Monteil wurde schließlich  vom Coty-Konzern übernommen, der 1963 in den Pfizer-Konzern integriert  wurde. Das heute weltgrößte Pharmaunternehmen trat seinerzeit noch als  Mischkonzern auf. Die Amerikaner setzten jedoch vor allem auf die Marke  Lancaster. Das damals ebenbürtige Label Monteil geriet ins  Hintertreffen. 1992 kaufte schließlich die deutsche Milliardärsfamilie  Benckiser die Coty-Sparte einschließlich Monteil. Die Monteil Cosmetics  International GmbH wurde 2006 an Wilde weitergereicht. Heute sitzt  „Monteil Paris“ in der Rheingaustraße 19a in Oestrich-Winkel. Zudem  existiert eine Tochtergesellschaft in der französischen Hauptstadt.
<strong>Biotechnologie als Verkaufsargument</strong>
Brain  hofft darauf, dass sich der schöne Schein und die wissenschaftliche  Expertise verbinden lassen. Aber Gentechnik auf der Haut? Flüchten da  nicht die Kunden? „Nein!“, widerspricht Wilde-Geschäftsführer Kalow. Die  Vokabel Biotechnologie sei heute in den Köpfen der Verbraucher  verankert. Ähnlich wie in der Medizin werde der Begriff aber mit  Technologie und Nutzen assoziiert und nicht mit Gefahr wie in der  Nahrungsmittelindustrie. Das bestätigt auch Martin Ruppmann,  Geschäftsführer des Kosmetikverbandes VKE: „Fundiert dargestellte  Qualitäts- und Nutzenversprechen sind ein starkes Verkaufsargument für  Kosmetika.“ Das Image von Produkten definiere sich durch deren Qualität  und die Strahlkraft ihrer Marke. „Monteil ist eine hervorragende, edle  Marke im High-end-Bereich“, so der Verbandsgeschäftsführer. Die neuen  Vermarktungsanstrengungen hat er bereits bemerkt. „Die geben richtig  Gas!“ Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die wissenschaftlich  getriebene Brain im Schönheitsmarkt schlagen wird.
Quelle: biotechnologie.de/pd ]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 09:20:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>ACHEMA-Eröffnung im Zeichen der Energiefrage</title>
			<link>http://www.biom-wb.de/nachrichten/achema-eroeffnung-im-zeichen-der-energiefrage.html</link>
			<description>EU-Kommissar Günther Oettinger als Eröffnungsredner - Einen Tag, bevor die ACHEMA 2012 am 18. Juni 2012 ihre Hallen öffnet, steht die Eröffnungsfeier der weltweiten Leitveranstaltung für chemische Verfahrenstechnik und Biotechnologie ganz im Zeichen der Energiewende.</description>
			<content:encoded><![CDATA[EU-Kommissar  Günter Oettinger wird die Eröffnungsrede halten. Anschließend  diskutieren Tony van Osselaer, Bayer MaterialScience AG, Rudolf  Staudigl, Wacker Chemie AG, Fritz Vahrenholt, RWE Innogy, und Uwe  Schneidewind, Wuppertal Institut, die Frage „Die Energiewende und die  chemische Industrie – Chance oder Bedrohung?“. Diskussionsleiter ist  Michael Opoczynski, ZDF.
Die  Situation der chemischen Industrie ist ambivalent: Ihr Beitrag zu neuen  Technologien für die Energiegewinnung und –speicherung und zur  Energieeffizienz ist für den Erfolg der Energiewende unverzichtbar.  Andererseits ist sie wie kaum eine andere Branche von einer sicheren  Energieversorgung abhängig. <br /> <br /> Energie ist daher eines der Kernthemen der diesjährigen ACHEMA, bei der  knapp 4.000 Aussteller aus über 50 Ländern 5 Tage lang Innovationen von  der Labortechnik über den Anlagenbau bis zur Verpackungstechnik  vorstellen. Die chemische Industrie ist einer der Hauptabnehmer für  Energie und liefert gleichzeitig Produkte und Lösungen zur  Energieerzeugung und –speicherung. In den 900 Vorträgen des Kongresses werden aktuelle  wissenschaftliche Erkenntnisse aus Verfahrenstechnik und Biotechnologie  präsentiert. Zweites Kernthema neben der Energie ist die Bioökonomie,  also der Wechsel zu einer Wirtschaft, die statt auf fossilen Rohstoffen  auf Biomasse beruht. Bei der letzten ACHEMA 2009 wurden über 173.000  Besucher aus 100 Ländern gezählt. [gekürzt]
Weitere Informationen:<br /><link http://besuch.achema.de/Rahmenprogramm/Er%C3%B6ffnungssitzung.html - external-link-new-window>http://besuch.achema.de/Rahmenprogramm/Eröffnungssitzung.html</link>
Quelle: idw]]></content:encoded>
			<category>Nachrichten</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 17:25:00 +0200</pubDate>
			
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